Wenn der Rasen im November aufhört zu wachsen, hat dein Mähroboter Pause. Damit er im Frühjahr ohne Probleme wieder startet, braucht er etwa eine halbe Stunde Pflege vor dem Winter. Der wichtigste Punkt ist der Akku: Falsch gelagert verliert er über den Winter Kapazität oder geht ganz kaputt. Hier ist die Anleitung Schritt für Schritt.
Kurz-Checkliste
Mähroboter überwintern in 6 Schritten
- Saison beenden, wenn das Gras nicht mehr wächst (meist Anfang bis Mitte November).
- Mähroboter gründlich reinigen, Unterseite und Räder inklusive.
- Messer prüfen und bei Bedarf wechseln.
- Akku laden, je nach Hersteller auf mindestens 50 % oder ganz voll.
- Mähroboter ausschalten und trocken und frostfrei lagern, am besten bei 5 bis 15 Grad.
- Ladestation abbauen oder vom Strom trennen und schützen. Den Begrenzungsdraht kannst du liegen lassen.
1. Wann ist der richtige Zeitpunkt?
Lass den Mähroboter fahren, solange das Gras wächst. Das ist ungefähr so lange, wie es tagsüber wärmer als 8 bis 10 Grad ist, also oft bis in den November. Danach schaltest du ihn ab. Spätestens beim ersten Frost sollte er in die Garage, denn auf gefrorenem Rasen schadet er dem Gras und sich selbst.
Ein Hinweis für den Herbst: Lass den Mähroboter nur tagsüber fahren. Igel suchen jetzt ein Winterquartier und sind in der Dämmerung und nachts unterwegs. Mehr dazu, was dein Rasen jetzt braucht, steht im Ratgeber Rasen im Herbst und Winter.
2. Gründlich reinigen
Nach einer ganzen Saison sitzen Grasreste und Erde an der Unterseite, an den Rädern und am Messerteller. Feuchte Grasreste fangen über den Winter an zu gammeln und lassen Metallteile rosten.
- Vorher ausschalten: Schalte den Mähroboter aus und aktiviere, falls vorhanden, die Sperre bzw. PIN. Trag beim Reinigen der Messer Handschuhe.
- Trocken oder feucht reinigen: Grasreste mit einer Bürste oder einem Holzstab lösen, danach mit einem feuchten Tuch nachwischen.
- Kein Hochdruckreiniger und kein Gartenschlauch von unten: Wasser kann in Elektronik und Motor laufen. Viele Hersteller erlauben nur das Abspritzen der Oberseite mit wenig Druck. Schau in deine Anleitung.
- Kontakte säubern: Reinige die Ladekontakte am Mäher und an der Station mit einem trockenen Tuch.
3. Messer prüfen
Die meisten Mähroboter arbeiten mit kleinen Klingen, die wie Rasierklingen am Messerteller hängen. Sind sie stumpf oder eingekerbt, reißt das Gras statt sauber abgeschnitten zu werden, und die Halmspitzen werden braun. Neue Klingen kosten je nach Hersteller meist zwischen 10 und 30 € für einen Satz. Du kannst sie jetzt wechseln oder dir einen Satz für den Saisonstart hinlegen.
4. Den Akku richtig vorbereiten
Das ist der wichtigste Schritt. Mähroboter haben Lithium-Ionen-Akkus. Diese entladen sich auch ausgeschaltet langsam. Fällt der Ladestand über den Winter auf null, kann der Akku dauerhaft Schaden nehmen. Worx weist zum Beispiel ausdrücklich darauf hin.
| Hersteller-Beispiel | Empfehlung vor dem Einlagern |
|---|---|
| Husqvarna Automower | Akku voll laden, mindestens aber auf 50 % |
| Worx Landroid | Akku nicht leer einlagern, ein Absinken auf 0 % kann ihn beschädigen |
| Andere Hersteller | Angaben reichen von etwa 40 % bis voll. Die Anleitung deines Modells gilt. |
Wenn dein Mähroboter einen herausnehmbaren Akku hat, lagerst du ihn separat im Haus. Bei fest eingebautem Akku bleibt er im Gerät. Prüfe den Ladestand nach Möglichkeit einmal mitten im Winter, zum Beispiel über die App, falls das Gerät dafür eingeschaltet werden kann.
5. Wo und wie lagern?
Ideal ist ein trockener, frostfreier Raum, zum Beispiel ein Keller, ein Hauswirtschaftsraum oder eine beheizte Garage. Husqvarna nennt für den Akku eine Lagertemperatur von 5 bis 25 Grad. Eine unbeheizte Gartenhütte ist ungünstig, weil es dort im Winter frieren kann und die Luft oft feucht ist.
- Den Mähroboter auf den Rädern stehend lagern, nicht hochkant und nicht mit schweren Dingen darauf.
- Nicht direkt neben eine Heizung stellen. Zu warm ist für den Akku auch nicht gut.
- Bei Modellen mit Kamera oder Sensoren eine leichte Abdeckung gegen Staub verwenden, keine luftdichte Folie.
6. Ladestation, Antenne und Draht
Was mit der Ladestation passiert, hängt vom Modell ab. Am sichersten ist es, die Station und das Netzteil abzubauen, zu reinigen und ebenfalls trocken zu lagern. Einige Hersteller erlauben, dass die Station draußen bleibt, wenn sie vom Strom getrennt ist. Prüfe das in der Anleitung.
Der Begrenzungsdraht und der Leitdraht können im Boden bleiben. Sie halten Frost aus. Achte nur darauf, die Kabelenden an der Station vor Nässe zu schützen, wenn du die Station abbaust. Bei Modellen ohne Draht mit RTK-Antenne kann die Antenne laut vielen Herstellern draußen bleiben. Das Netzteil der Antenne gehört aber geschützt oder ins Haus.
Du hast noch einen Mähroboter mit Draht und überlegst, auf ein Modell ohne Draht umzusteigen? Der Winter ist dafür die beste Zeit. Mehr dazu im Ratgeber Mähroboter ohne Begrenzungsdraht und in Wann sind Mähroboter am günstigsten?
Wintercheck beim Fachhändler: lohnt sich das?
Viele Händler und Hersteller bieten einen Winterservice an. Dabei wird der Mähroboter gereinigt, die Messer werden getauscht, der Akku wird geprüft und die Software aktualisiert. Je nach Händler und Marke kostet das grob zwischen 50 und 150 €. Für die meisten Geräte reicht die Pflege, die du selbst machst. Sinnvoll ist der Service bei teuren Modellen, bei Problemen im Lauf der Saison oder wenn die Garantie es verlangt.
Im Frühjahr: so startest du wieder
- Starte, wenn der Rasen wächst und der Boden abgetrocknet ist, meist ab Ende März oder im April.
- Mähe den ersten Schnitt mit einem normalen Rasenmäher, wenn das Gras schon hoch ist. Der Mähroboter ist für kurzes, regelmäßiges Mähen gebaut.
- Ladestation aufbauen, Kontakte prüfen, Akku einmal voll laden.
- App und Software aktualisieren, bevor der Mähroboter die erste Runde fährt.
- Draht auf Schäden prüfen. Wühlmäuse und Spaten treffen ihn gern.
Was im Frühjahr sonst für den Rasen ansteht, findest du im Rasenpflege-Kalender.
Häufige Fragen
Darf der Mähroboter im Winter draußen bleiben?
Nein, das solltest du vermeiden. Frost und Nässe schaden vor allem dem Akku und der Elektronik. Auch eine Mähroboter-Garage schützt nicht vor Frost. Der Mähroboter gehört über den Winter in einen trockenen, frostfreien Raum.
Muss ich den Akku über den Winter nachladen?
Bei den meisten Modellen reicht es, ihn vor dem Einlagern ausreichend zu laden. Wenn du im Januar oder Februar nachsiehst und der Akku sehr niedrig ist, lade ihn kurz nach. Die genaue Empfehlung steht in deiner Anleitung.
Kann der Begrenzungsdraht im Boden bleiben?
Ja. Der Draht ist für den Einsatz im Freien gebaut und hält Frost aus. Du musst ihn nicht ausgraben.
Was mache ich, wenn der Mähroboter im Frühjahr nicht startet?
Lade den Akku zuerst über Nacht voll. Prüfe dann die Ladekontakte und ob die Station Strom hat. Hilft das nicht, wende dich an den Händler oder Hersteller. Ein tiefentladener Akku muss manchmal getauscht werden.
Mein Fazit
Vor dem Winter braucht dein Mähroboter vor allem drei Dinge: eine gründliche Reinigung, einen ausreichend geladenen Akku und einen trockenen, frostfreien Platz. Wenn du das beachtest, startet er im Frühjahr ohne Ärger in die neue Saison.


