Im Herbst geht der Mähroboter in die Winterpause. Die Monate bis zum Frühjahr sind eine gute Zeit, um zu überlegen, ob er eine Garage bekommen soll. Hier erfährst du, wovor eine Garage schützt und wovor nicht, welche Bauarten es gibt und worauf du beim Kauf achten musst.
Kurz-Antwort
Lohnt sich eine Mähroboter-Garage?
- Ladestation in der prallen Sonne: Ja. Eine Garage spendet Schatten und hält Regen, Hagel und Laub vom Gerät fern.
- Station steht ohnehin im Schatten: Dann ist eine Garage eher Komfort als Pflicht.
- Winter: Eine Garage schützt nicht vor Frost. Der Mähroboter gehört trotzdem in einen trockenen, frostfreien Raum.
- Wichtigster Kauftipp: Nimm die Garage, die der Hersteller für dein Modell freigibt. Das gilt besonders für Mähroboter mit Kamera, LiDAR oder RTK-Antenne.
Wovor schützt eine Garage und wovor nicht?
Eine Mähroboter-Garage ist ein Dach über der Ladestation. Wenn der Mähroboter lädt, steht er darunter. Das bringt sie:
- Sonne: Husqvarna empfiehlt, die Ladestation sonnengeschützt aufzustellen oder eine Garage zu nutzen. Viele Mähroboter unterbrechen das Laden, wenn der Akku zu heiß wird.
- Regen und Hagel: Gardena und Mammotion schreiben, dass ihre Garagen auch vor Hagel schützen.
- Laub und Schmutz: Ein Dach hält Laub und Vogelkot von Gehäuse, Sensoren und Ladekontakten fern.
Was eine Garage nicht kann: Sie schützt nicht vor Frost. Sie ist kein geschlossener, beheizter Raum. Über den Winter gehört der Mähroboter deshalb gereinigt in einen trockenen, frostfreien Raum.
Hersteller-Garage oder Universal-Garage?
Viele Marken bieten eine eigene Garage an, die auf ihre Ladestation abgestimmt ist. Daneben gibt es Universal-Garagen von Zubehörherstellern, meist aus Holz oder Metall. Laut einer Übersicht von netzwelt.de aus dem Jahr 2024 kosten einfache Universal-Modelle etwa 50 bis 100 Euro. Die Hersteller-Garagen in meiner Tabelle kosten etwa 150 bis 280 Euro. Dafür sind sie geprüft: Husqvarna weist darauf hin, dass selbstgebaute Unterstände und andere Lösungen nicht geprüft sind und die Funktion des Mähroboters beeinträchtigen können. Bei einer Universal-Garage prüfst du Maße und Abstände selbst.
- Kunststoff: Leicht, günstig und stört Funksignale in der Regel nicht. Gardena und Mammotion setzen auf Kunststoff.
- Holz: Sieht im Garten oft schöner aus, manche Modelle erinnern an eine kleine Hundehütte. Holz braucht aber Pflege, am besten einen Anstrich mit Wetterschutzlack.
- Metall: Stabil und windfest, heizt sich in der Sonne aber stärker auf. Bei Mährobotern mit RTK-Antenne kann ein Metalldach den Empfang stören, wenn die Antenne direkt darunter sitzt.
Darauf solltest du beim Kauf achten
- Passendes Modell: Hersteller-Garagen passen nur zu bestimmten Serien. Husqvarna bietet zum Beispiel mehrere Varianten für verschiedene Automower an.
- Durchfahrtshöhe: Der Mähroboter darf beim Andocken nicht gegen die Dachkante stoßen. Als Faustregel gelten mindestens 10 cm Luft über dem höchsten Punkt des Roboters. Denk an Antenne oder Sensoren auf dem Gehäuse.
- Belüftung: Husqvarna rät, bei Unterständen auf Platz an den Seiten und gute Belüftung zu achten, damit sich keine Hitze staut. Das Netzteil solltest du nicht in einen geschlossenen Behälter legen.
- Platz vor der Station: Navimow nennt etwa 2 m freie Fläche vor der Station und rund 0,5 m an den Seiten. Husqvarna nennt vor der Station mindestens 3 m (mit Draht) bzw. 6 m (EPOS).
- Untergrund und Befestigung: Die Ladestation braucht einen ebenen Untergrund, laut Navimow nicht am Hang. Die Garage wird meist mit Erdnägeln, Schrauben oder auf der Ladestation befestigt, damit der Wind sie nicht verschiebt.
Garagen für RTK-, Kamera- und LiDAR-Mähroboter
Mähroboter ohne Draht orientieren sich per RTK, Kamera oder LiDAR. Hier ist die Garage heikler.
- RTK und Satellit: Bei der EPOS-Technik von Husqvarna darf ein Dach über der Ladestation sein. Der Bereich vor der Station braucht aber freie Sicht zum Himmel.
- Herstellerangaben zum Signal: Laut Navimow blockiert die Garage S keine Signale. Mammotion gibt an, dass die Garage Standard das GPS-Signal nicht beeinträchtigt.
- Kamera und LiDAR: Dafür gibt es teils eigene Garagen, etwa die Worx-Garage für die Landroid-Vision-Serie oder die Navimow Garage M für die i2-LiDAR-Serie.
- Auf die Freigabe achten: Die ältere Mammotion-Garage für die LUBA-AWD-Serie ist laut Hersteller nicht für die Modelle ab 2025 geeignet, zum Beispiel nicht für den YUKA mini. Prüf deshalb vor dem Kauf genau, ob dein Modell in der Liste steht.
Diese Hersteller-Garagen gibt es
Diese Original-Garagen sind in Deutschland erhältlich. Sie passen nur zu den Modellen, die der Hersteller nennt. Einige sind beim Hersteller zeitweise ausverkauft.
| Modell | Typ | Für wen | ca. Preis | Link |
|---|---|---|---|---|
| Husqvarna Automower Garage | mehrere Varianten, Klappdach | Automower mit Draht und NERA-Modelle, Variante passend wählen | 165–280 € | Preis prüfen* |
| Gardena Garage für smart SILENO (15025-20) | Kunststoff, Klappdach | SILENO pro, max und free, ohne Werkzeug auf der Ladestation montiert | 155–200 € | Preis prüfen* |
| Worx Garage für Landroid Vision (WA0821) | Aluminium und Kunststoff | Landroid Vision mit Kamera | ca. 250 € | Preis prüfen* |
| Segway Navimow Garage S | Klappdach, zum Verschrauben | Navimow i1 und i2 AWD | ca. 150 € | Preis prüfen* |
| Mammotion Garage Standard | UV-beständiger Kunststoff | aktuelle LUBA- und YUKA-Modelle, ohne Werkzeug montiert | ca. 200 € | Preis prüfen* |
Zu den Tests: Ich habe keinen aktuellen unabhängigen Test von Mähroboter-Garagen gefunden, zum Beispiel von Stiftung Warentest. Die Angaben stammen von Herstellern und Händlern.
Im Winter planen, im Frühjahr aufstellen
- Standort prüfen: Ideal ist ein Platz im Halbschatten nahe einer Steckdose. Segway rät von Standorten unter dicht belaubten Bäumen ab.
- Maße und Freigabe prüfen: Miss deinen Mähroboter mit allen Aufbauten aus und such auf der Herstellerseite die Liste der passenden Modelle.
- Im Frühjahr aufbauen: Stell die Ladestation wieder auf, setz die Garage darüber und befestige sie.
- Im Herbst abbauen: Bei Husqvarna lässt sich das Dach in der Nebensaison abnehmen und verstauen.
Wie du den Mähroboter über den Winter richtig reinigst und lagerst, steht im Artikel Mähroboter überwintern. Wenn du noch gar keinen Mähroboter hast, hilft dir die Mähroboter-Kaufberatung bei der Auswahl.
Häufige Fragen
Kann der Mähroboter im Winter in der Garage bleiben?
Nein. Die Garage schützt nicht vor Frost und Nässe. Frost und Nässe schaden vor allem dem Akku und der Elektronik. Der Mähroboter gehört über den Winter in einen trockenen, frostfreien Raum.
Stört eine Garage das GPS- oder RTK-Signal?
Laut Navimow und Mammotion stören ihre Garagen das Signal nicht. Bei Universal-Garagen aus Metall kann der Empfang leiden, wenn die Antenne direkt unter dem Dach sitzt. Wichtig ist, dass der Bereich vor der Station freie Sicht zum Himmel hat.
Brauche ich ein Fundament für die Garage?
Meist nicht. Die meisten Garagen werden auf der Ladestation befestigt oder mit Erdnägeln oder Schrauben im Boden verankert. Wichtig ist ein ebener, fester Untergrund.
Kann ich eine Garage selbst bauen?
Ja, aber achte auf genug Höhe, Belüftung und eine freie Einfahrt. Husqvarna weist darauf hin, dass Selbstbauten nicht geprüft sind.
Mein Fazit
Eine Mähroboter-Garage lohnt sich vor allem, wenn die Ladestation in der Sonne steht. Sie schützt vor Hitze, Regen, Hagel und Laub, aber nicht vor Frost. Am sichersten ist die Original-Garage deines Herstellers, besonders bei Kamera-, LiDAR- oder RTK-Modellen. Plane im Winter und stell sie im Frühjahr mit der Ladestation auf.
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